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11.01.2018

Neujahrsempfang der Stadt Naila: Helferkreis für Flüchtlinge wurde besonders geehrt

Die geehrte Mitglieder des Helferkreises für Flüchtlinge: Marlies Osenberg, Christine Mehlin, Jürgen Götz, 1 .Bürgermeister Frank Stumpf, Elfriede Zerfass, Bärbel Uschold, Tanja Färber und der "Wilde Mann" Axel Rauh.

Der Brauch, alle ehrenamtlich engagierten Helfer und Helferinnen der Stadt Naila am Jahresanfang einzuladen und ihnen für die geleisteten Dienste im abgelaufenen Jahr herzlich zu danken, liegt 1. Bürgermeister Frank Stumpf sehr am Herzen. Am vergangenen Donnerstag waren wieder rund 500 Bürgerinnen und Bürger der Einladung der Stadt Naila zum offiziellen Neujahrsempfang gefolgt. Darunter waren auch viele Ehrengäste und Träger der silbernen Verdienstmedaille und goldenen Bürgermedaille der Stadt. Alle Gäste erhielten traditionell einen Glückstaler und wurden vom 1. Bürgermeister und allen Stadträten persönlich begrüßt.

Zu Beginn blickte 1. Bürgermeister Frank Stumpf auf die 675-jährige Geschichte Nailas zurück. So wurde die Stadt am 09. Januar 1343 zum ersten Mal offiziell in einer Urkunde erwähnt. Die Vögte von Weida verliehen damals dem „Haus von Weißelsdorf und Konrad“, dem Radecker das Gericht über das Dorf Naila mit allen dazu gehörigen Rechten und Pflichten. Naila muss in jener Zeit schon eine ansehnliche Siedlung gewesen sein, was darauf schließen lässt, dass das Gebiet schon sehr viel früher besiedelt worden ist. Am 02.Oktober 2018 jährt sich auch die Verleihung der Stadtrechte zum 200. Mal. Zu diesen beiden Anlässen wurde eine Medaille mit einer Silberauflage geprägt: „675 Jahre erste urkundliche Erwähnung und 200 Jahre Stadtrechte", die käuflich erworben werden kann.

Was aber Naila besonders ausmacht, das sind die Menschen: „Die Bürger Nailas waren in allen Zeiten gefordert, ihr Bestes zu geben, um nicht nur ihre Existenz, sondern auch die Position ihrer Stadt im Reigen der Gemeinden der Region zu sichern. Gerade das Jubiläumsjahr beweist, wie groß auch heute noch das ehrenamtliche Engagement vieler Mitbürger ist“, so der 1. Bürgermeister.

„Je ereignisreicher ein Jahr ist, desto gefühlsschneller vergeht die Zeit“, mit diesen Worten ließ der 1. Bürgermeister das abgelaufene Jahr 2017 Revue passieren. Ein Weihnachtsgruß regte ihn besonders zum Nachdenken an. Er kam von einem Flüchtling, der für sechs Monate im Stadtbauhof mitarbeiten konnte. In seinem Brief, den Stumpf in Teilen vorlas, schrieb er: „Im Grunde genommen erfreute dieser Arbeitsvertrag mein Herz, weil er mir die Gnade gab, die Winkel und das Gebiet von Naila kennenzulernen. Die Schönheit der Arbeit beim Stadtbauhof bot mir das Privileg, mich mit deutschen und anderen Stämmen in Europa zu treffen und zu mischen.“ Weiter bedankte sich der junge Mann, dass er trotz Sprachbarrieren ein Teil des Teams sein durfte. Wörtlich dankte er den „Offizieren des Stadtbauhofes“ und dem 1. Bürgermeister mit den Worten „Lang lebe die Stadt Naila.“ Diese Worte erhielten viel Applaus der anwesenden Ehrengäste.

Auch 1. Bürgermeister Frank Stumpf freut sich, in Naila zu leben und zu arbeiten. In einer Stadt, in der geordnete Verhältnisse herrschen und viele ehrenamtliche Helfer dazu beitragen, dass das gesellschaftliche Leben funktioniert. Nahezu 140 Vereine und Organisationen sind in Naila und in den Ortsteilen tätig. Und auch wenn viele einen Anspruch auf Anerkennung und Wertschätzung hätten, so würdigte die Stadt in diesem Jahr besonders den Helferkreis für Flüchtlinge. Seit November 2015 wohnen über 100 Flüchtlinge in Naila, dazu kommen noch einige unbegleitete Jugendliche. Der Helferkreis gibt den Flüchtlingen eine Perspektive, hilft bei Behördengängen oder Arztbesuchen und hilft beim Erlernen der deutschen Sprache. Bärbel Uschold von der Diakonie ist immer auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die den Helferkreis erweitern. Voraussetzung ist eine bedingungslose Offenheit, denn das Ehrenamt mit den Flüchtlingen polarisiert und man erntet nicht immer Lob und Anerkennung, so Uschold.

Zum Abschluss des Empfangs wünschte der 1. Bürgermeister allen ein Jahr ohne Kummer und Sorgen, mit so viel Erfolg wie man braucht um zufrieden zu sein und mit so viel Stress um gesund zu bleiben. Aber auch mit so wenig Ärger wie möglich und mit so viel Freuden wie nötig, um das ganze Jahr über rundum glücklich zu sein. Im Anschluss an den Empfang fand das traditionelle Neujahrskonzert mit der Stadtkapelle Kulmbach statt.