veröffentlicht am 22.04.2026
„Einen Titel hat meine Ausstellung nicht“, lacht Brigitte Stöber, Malerin und Kunstlehrerin im Ruhestand mit Zusatzausbildung in Kunst- und Naturtherapie. Die Ausstellungseröffnung im Schalterraum der Sparkasse Naila fand großen Zuspruch; unter den Gästen waren auch ehemalige Schüler vom Hochfranken-Gymnasium Naila – Daniel Oks sogar als Helfer beim Aufbau.
Am „Gym“ hatte Brigitte Stöber von 2006 bis Juli letzten Jahres unterrichtet und auch einige künstlerische Projekte umgesetzt. Erinnert sei an das P-Seminar „LandArt“ – ein alter Garten, märchenhaft bestückt – sowie an den individuellen Hochbeetbau in der Kleingärtnervereinigung Naila. „Die beiden Projekte werden auf weiteren Schautafeln in Wort und Bild dargestellt, ebenso einige Arbeiten aus meiner Zeit in der Kunsttherapie“, erzählt die Künstlerin.
Die Hauptausstellung umfasst 30 Werke in Ölfarben – kräftig, bunt, ausdrucksstark und ab-strakt. Unterschiedliche Formate ziehen den Blick ebenso auf sich wie die Farbgebung und die Darstellungen. „Die Malerei war mir immer Helfer und Begleiter“, sagt Brigitte Stöber, die schon als Kind ihre Freude an der Malerei entdeckte und diese später im Beruf als Kunstlehrerin auslebte. „In meinen Bildern spricht die Farbe, direkt aus meinem Herzen – Motive werden Sie keine finden“, erklärt sie lachend und spricht von „freier Bewegung beim Malen“. „Schon immer habe ich mich im Ab-strakten wohlgefühlt – ein tiefes inneres Bedürfnis.“ Die Künstlerin ermutigt dazu, die Bilder auf sich wirken zu lassen und sich eine eigene Meinung zu bilden. „In den letzten beiden Jahren habe ich überwiegend Gefühle gemalt – man könnte meinen, es sind gewebte Textilien“, erläutert sie beim Blick auf ihre neueren Werke. „Ich habe das Gefühl, mit den Bildern zugleich mein Leben zu ordnen, mich im Leben allgemein einzuordnen und Teil des Ganzen zu sein.“
Geschäftsstellenleiter Dieter Krantz bilanziert, dass die Ausstellung im Schalterraum mit dem stetigen Kommen und Gehen der Kunden mitten im Alltagsleben steht. „Es ist uns eine Freude, nach drei Jahren Pause wieder eine Plattform für künstlerisches Wirken bieten zu können.“ Krantz betont, dass die farbenfrohen Werke dem Schalterraum zusätzliche Lebendigkeit verleihen und ist überzeugt, dass sie mit den kommenden Sonnenstrahlen noch intensiver zur Geltung kommen: „Dann werden sie noch farbkräftiger sein.“ 1. Bürgermeister Frank Stumpf betont, dass Ausstellungen die Kreativität von Künstlern in die Öffentlichkeit bringen. „Hier sehen wir wieder einmal, was Menschen hinter den Kulissen leisten, wie sie Zeit und Muße investieren – und nun können sich alle daran erfreuen.“ Auch er lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, die Werke genau zu betrachten und für sich selbst zu interpretieren.
Die Ausstellung kann zu den üblichen Geschäftszeiten des Beratungscenters besucht werden; eine Preisliste liegt ebenfalls aus.
Foto: Beim Rundgang (von links) Geschäftsstellenleiter Dieter Krantz, 1. Bürgermeister Frank Stumpf und Künstlerin Brigtte Stöber.
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