veröffentlicht am 18.06.2026

Aktion des Kindergartens Froschgrün: Süßes oder Saures für Autofahrer

Mit einer besonderen Aktion, auch unter den Namen „Süßes oder Saures“ bekannt, unterstützten die Vorschulkinder und weitere interessierte Kinder vom Kindergarten Froschgrün den Verkehrserzieher Christian Munzert von der Polizeiinspektion Naila. Vor Kindergarten und Krippe gilt Tempo 30, doch nicht alle halten sich daran. Statt Punkte und/oder Bußgeld gab es bei der Geschwindigkeitsmessung dieses Mal Urkunde und Süßigkeit oder den Biss in eine besonders saure Zitronenscheibe begleitet von eindringlichen Worten. Die 18 Mädchen und Jungen nahmen ihre Aufgaben sehr ernst. Schauten konzentriert auf die Angaben der Laserpistole und je nach Messung gab es lobende oder kritische Worte für die Autofahrer. Kita-Leiterin Julia Schneider erzählt, dass trotz ausgewiesener Tempo-30-Zone vor Kindergarten und Krippe zu schnell gefahren werde. „Das Überqueren der Straße in der Gruppe ist schwierig, gefährlich und nur selten halten Fahrzeug an, um uns passieren zu lassen.“ Sie erinnert, dass die Kids das Thema selbst angesprochen haben und bei einem Besuch der PI Naila nach einer Geschwindigkeitsmessung gefragt haben. „Es ist echt super, dass sich der Verkehrserzieher für die Kinder so viel Zeit nimmt“, freut sich Julia Schneider, die gemeinsam mit Erzieherin Lena Alex die Kinder begleitet. Im Vorfeld haben die Mädchen und Jungen Urkunden für vorbildliche Rücksicht im Straßenverkehr – Tempo 30 Limit gemalt und laminiert. „Herzlichen Glückwunsch – Sie haben sich an das Tempolimit gehalten und damit für mehr Sicherheit und ein gutes Miteinander gesorgt. Vielen Dank“, lautet der Text. Verkehrserzieher Christan Munzert erklärte den Kindern wie eine Geschwindigkeitsmessung funktioniert und die Kinder durften beim Aufbau mithelfen, Pylonen wurden gestellt, die Laserpistole ausgerichtet. Dann wurde es spannend. Gleich der erste Autofahrer 33 Stundenkilometer. Dafür gab es eine Zitrone – das zeigte Wirkung. Der Blick ins Gesicht ließ erkennen - hu, sehr sauer. 

Bleibt die Hoffnung, dass die Erinnerung lange, möglichst für immer bei jedem Tempo-30-Schild anhält. „Wir wollen mit dieser Aktion auf unsere Kinder aufmerksam machen, für mehr Bewusstsein bei den Autofahrern werben“, erläutert die Kita-Leiterin und betont, dass täglich viele Kinder vor der Kita und Krippe unterwegs sind. Kinder können altersbedingt allgemeine Gefahren des Straßenverkehrs und auch Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen. „Deshalb brauchen sie einen besonderen Schutz, rücksichtsvolles und langsames Fahren sind ganz wichtig.“ Auch  Erster Bürgermeister Paul-Bernhard Wagner kommt vorbei, selbst Papa. „Ich finde die Aktion super, sie sensibilisiert die Autofahrer und verdeutlicht den Kindern schnelles und langsames Fahren. Ich finde es einfach super, dass sich die Polizei dafür die Zeit nimmt und kindgerecht erklärt.“ Unterm Strich ist festzustellen, dass einige Zitronenscheiben verteilt werden mussten, aber noch mehr Urkunden und Nascherei. Bleibt zu hoffen, dass nicht etwa das gut sichtbare Polizeiauto den einen oder anderen den Fuß vom Gaspedal nehmen ließ. Milena Raithel, Rennfahrerin, fuhr vorbildliche 27 Stundenkilometer und erhielt Urkunde und Bonbon. „Ich finde die Aktion super, sie schärft das Bewusstsein“. Dies unterstreichen auch Ute und Jochen Schneider, die sich ebenfalls über eine Urkunde freuen durften. Für die Kids war es ein spannender, lehrreicher „Einsatz“ und stolz haben sie die verschiedenen Aufgaben übernommen. Verkehrserzieher Christian Munzert unterstreicht, dass es der Polizei bei Geschwindigkeitskontrollen nicht um „Abzocke“ geht, wie oft von Bürgern vorgeworfen wird, sondern um Prävention.

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