Öffnungszeiten

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Do14.00 - 17.30 Uhr
21.01.2021

25 Jahre Stadtbibliothek Naila

In diesem Monat begeht die Stadtbibliothek Naila ihr 25-jähriges Jubiläum. Im Januar
1996 wurde diese, als eine der modernsten Bibliotheken in Oberfranken, im neu
errichteten zweiten Stockwerk des ehemaligen Bekleidungswerkes Puff in der
Walchstraße nach einem Umzugaus dem Rathaus ihrer Bestimmungübergeben.

Die Stadtbibliothek dient seither als unverzichtbare Einrichtung der Leseförderung,
der Information, der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der
Freizeitgestaltung und bietet eine einladende Leseumgebung, die Lesefreude weckt.

Das Medienangebot umfasst ein der Anfangszeit neben Büchern für alle
Altersgruppen auch Videos, Musik-CDs und Tonkassetten, die damals sehr beliebt
waren. Erstmalig wurden Zeitschriften in den Bestand aufgenommen. Zwei Jahre
später konnte der Bestand durch die ersten CD-ROMs erweitert werden. DVDs
kamen 2004 hinzu und ein Jahr später Hörbücher. Der Gesamtbestand wuchs
innerhalb eines Vierteljahrhunderts um 8.800 Medien.

1997 wurde die Stadtbibliothek um verschiedene Attraktionen reicher: Eine große
gepolsterte Sitzlandschaft, angefertigt vom Nailaer Bauhof, lud Kinder und
Jugendliche zum Verweilen ein. Ein Flügel für spätere Konzerte hielt Einzug in die
Bibliothek und wurde zu einem Schmuckstück in der Mitte des Raumes. Dazu kamen
ein Fernseher mit Videorekorder. Außerdem gab es einen Multimedia-PC sowie
tragbare Kassettenspieler zum Anhören von Tonkassetten.

Im gleichen Jahr wurde die Stadtbibliothek an das Internet angeschlossen, und somit
auch an den acht Millionen Titel umfassenden Katalog des Bibliotheks-Verbundes
Bayern. Damit war die Möglichkeit der Online-Recherche in den Beständen der
bayerischen wissenschaftlichen Bibliotheken sowie der direkten Bestellung von nicht
in der Bibliothek vorhandenen Büchern und Aufsätzen gegeben. Bis heute wird die
Fernleihes ehr gut in Anspruch genommen.

Im Jahr 2001wurde die Stadtbibliothek mit fünf öffentlichen Internet-Arbeitsplätzen
ausgestattet, an denen die Nutzer für einen begrenztenZeitraum kostenlos surfen
konnten.

Vier Jahre später ging auch der Bibliotheksbestand online.Konnte bisher der
gesamte Medienbestand an einem dafür vorgesehenenPC in der Bibliothek
eingesehen werden, wurde der gesamte Bestand über das Internet für die Nutzer
zugänglich gemacht. Seitdem kann von zu Hauseaus,und in zwischen mobil über
eine App, im Medienbestand recherchiert werden so wie das eigeneLeserkonto
verwaltet und Verlängerungen vorgenommen werden.

Seit Eröffnung der Stadtbibliothek wurden insgesamt über 1.000 Veranstaltungen
durchgeführt. Die ersten Aktionen waren eine Lesenacht zusammen mit Naikje.V.
sowie verschiedene Autorenlesungen. Die Veranstaltungen wurden im Laufe der Zeit
immer vielfältiger und richteten sich im Rahmen der Leseförderung hauptsächlich an


Kinder. Bisher wurden Bilderbuchkinos, Lesefeste, Eltern-Kind-Programme,
Erlebnisführungen für Schulklassen und Kindertagesstätten, musikalische
Erzähltheater in Zusammenarbeit mit der Musikschule, Lesezirkel, Konzerte und
Ausstellungen angeboten.Auch die Veranstaltungstechnik änderte sich im Laufe der
Jahre. Waren es zu Beginn noch die Diavorführungen, sind es mittlerweile digital
animierte Bilderbuchkinos und PowerPoint-Präsentationen mit Beamer.

Um Kinder frühzeitig für das Lesen zu begeistern erhielten im Jahr 2003 alle
Erstklässler erstmalig kostenlose Leseausweise in ihren Klassenzimmern. Seit
etlichen Jahren wird diese Aktion am jährlich stattfindenden bundesweiten
Vorlesetag veranstaltet.

2015 fiel der Startschuss für den jährlichen Sommerferien-Leseclub, eine bundesweit
angelegte Leseförderaktion für Schüler, die nach den Ferien mit Preisen und einer
Urkunde für mindestens ein gelesenes Buch belohnt werden.

Im Rahmen einer bundesweiten Initiative startete 2019 in Zusammenarbeit mit der
Mehrgenerationen-Projektschmiede ein Leseclub für Kinder mit dem Ziel, deren
Lese- und Sprachkompetenz zu steigern. Ehrenamtliche Leseclubbetreuerinnen
vermittelten bis zur Coronapause spielerisch mehr Freudeam Lesen.

In der Zeit von 2006 bis 2017wurde die Stadtbibliothek für ihre Leistungen im
Bereich der Leseförderung mehrmals ausgezeichnet, darunter mit dem Gütesiegel
„Bibliotheken–Partner der Schulen“ des Bayerischen Kultusministeriums,dem
zweiten deutschlandweiten Platz bei einem Bibliotheks-Wettbewerbder Stiftung
Lesen, dem E.ON Kinderbibliothekspreis sowie dem E.ON Bayern Lesezeichen und
dem Bayernwerk Lesezeichen.