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14.12.2018

50 Jahre Kommunalpolitik mit Herz für Naila: Altbürgermeister Hannsjürgen Lommer nimmt Abschied vom Stadtrat

Ein großer Nailaer Kommunalpolitiker ist in der Weihnachtssitzung des Stadtrates verabschiedet worden: Altbürgermeister Hannsjürgen Lommer beschließt sein über 50jähriges kommunalpolitisches Wirken.

Hannsjürgen Lommer ist eine herausragende Persönlichkeit, die sich für unser Gemeinwohl eingesetzt hat und immer eine vorbildliche, menschliche Einstellung zeigte; diese Würdigung des 1. Bürgermeisters Frank Stumpf beschreibt einen Kommunalpolitiker, der in seinen verantwortungsvollen Positionen in der Stadt Naila und im Landkreis Hof immer Mensch geblieben ist, sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat und Konsens und Ausgleich über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg suchte.

1. Bürgermeister Frank Stumpf erläutert, dass Altbürgermeister Hannsjürgen Lommer der einzige Kommunalpolitiker gewesen wäre, der in der Stadt Naila als erster, zweiter und dritter Bürgermeister in Verantwortung gestanden hätte. „Würde man alle Aktivitäten und Auszeichnungen von Hannsjürgen Lommer aufzählen, wäre der Rahmen der Laudatio gesprengt“, musste der 1. Bürgermeister einräumen.

1. Bürgermeister Frank Stumpf stellte heraus, dass Hannsjürgen Lommer, der auch lange Jahre als stellvertretender Landrat im Landkreis Hof Verantwortung übernahm, nicht nur in der Kommunalpolitik gewirkt habe. Auch in Künstlergruppen und als Gründer der Werbegemeinschaft Naila „Die Ozünder“ sowie als Gründungsmitglied und Initiator des Touristikverbandes „Selbitztal“ habe der Altbürgermeister entscheidende Akzente in kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Bereichen gesetzt.

„Du hast uns alle reicher gemacht, nicht im materiellen Sinn, sondern Du hast uns vor Augen geführt, was ein Mensch in den Jahrzehnten seines Lebens Positives für die Allgemeinheit bewirken kann“, diese Worte richtete 1. Bürgermeister Frank Stumpf an den sichtlich bewegten Altbürgermeister Hannsjürgen Lommer. Der Bürgermeister betonte, dass ohne die Unterstützung seiner Frau Bärbel das gemeinwohlorientierte Wirken von Hannsjürgen Lommer nicht möglich gewesen wäre.

Als Abschiedsgeschenk des Stadtrates überreichte der 1. Bürgermeister zwei Karten für die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die FWG-Stadtratsfraktion organisiert einen Shuttle-Dienst für die Hin- und Rückfahrt zur Aufführung.

In seiner bewegenden Abschiedsrede stellte Altbürgermeister Lommer dar, dass der lange Zeitraum seines kommunalpolitischen Wirkens Höhen und Tiefen enthielt. „Ich konnte auch immer Verzeihen, was mir zugefügt wurde, wo andere nicht in der Lage waren, dieses Verzeihen anzunehmen“ fügte Hannsjürgen Lommer an.

Der Altbürgermeister bedankte sich bei der Nailaer Bevölkerung, die ihm bei über einem Dutzend Kommunalwahlen immer wieder das Vertrauen ausgesprochen hätte. „Auf meinem Weg in der Kommunalpolitik durch all die Jahrzehnte konnte ich viel an Erfahrung gewinnen“, erläuterte Hannsjürgen Lommer. Eine harmonische Zusammenarbeit bringe den Stadtrat viel weiter als emotionale Ausbrüche von Stadtratskollegen, die Wahlergebnisse nicht verkraften könnten, das zeige seine Erfahrung, so Hannsjürgen Lommer. „Tragt Euren Frust nicht in den Stadtrat, dort soll das Sachliche immer im Vordergrund stehen“, legte der Altbürgermeister dem Gremium ans Herz.

„Bürgermeister Frank Stumpf und Verwaltungsleiter Gunther Leupold haben mich nicht nur in ihren jeweiligen Funktionen in Politik und Verwaltung unterstützt, sie beide sind mir zu Freunden geworden“ erklärte Hannsjürgen Lommer. Er richtete an das aktuelle und zukünftige Stadtratsgremium den Wunsch, die Anliegen der Bevölkerung so zu behandeln, als wenn es eigene Anliegen wären. Seinem Nachfolger im Stadtrat, Rainer Ihde, wünschte der Altbürgermeister eine gute Aufnahme im Gremium und in der FWG-Fraktion.

„Ich bin stolz auf diese Stadt Naila, auf ihre Entwicklung und auf die Menschen, die das alles aufgebaut haben und ich bin auch ein klein wenig stolz darauf, dass ich an dieser Entwicklung unserer Heimatstadt so lange Zeit mitwirken durfte“, beschloss Altbürgermeister Hannsjürgen Lommer seine Rede, für die er „Standing Ovations“ vom Stadtratsgremium und von der Verwaltung erhielt.