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26.03.2013

Diakoniepräsident Johannes Stockmeier besucht Kinder- und Jugenddorf Martinsberg in Naila

Für Karl Bayer erfüllte sich ein Traum. Lange hatte der Geschäftsführer der Diakonie Martinsberg versucht, Johannes Stockmeier zu einem Besuch nach Naila zu bewegen. nachdem dieser aus der Region, genauer gesagt aus Geroldsgrün stammt. Sein Vater war dort praktizierender Arzt, seine Frau hat ihre Wurzeln in Bobengrün. Nach dem Studium zog es ihn nach Heidelberg, später als Pfarrer nach Weilheim und als Dekan nach Konstanz. Seit Januar 2011 hat er seinen Sitz in Berlin, und ist als Geschäftsführer der Diakonie im weitesten Sinne Chef für 450.000 feste und über 700.000 ehrenamtliche Mitarbeiter.

„Heute ist ein schöner Tag“ freute sich Bayer, als Stockmeier das Kinder- und Jugenddorf am Martinsberg besuchte. „Halli Hallo und herzlich willkommen“ sangen die Maulwürfe zur Begrüßung. Die geladenen Gäste des Diakoniewerks und des Kuratoriums, unter ihnen auch Nailas 1. Bürgermeister Frank Stumpf und Dekan Günter Förster. Mit einer Andacht stimmt Stockmeier auf die Karwoche ein. Dabei geht er auch auf die Inhalte der Diakonischen Arbeit ein. „Wenn ihr Gott sucht, dann ist er in der Nähe derer zu suchen, die Hilfe benötigen. Gott sei nicht der Strahlemann, sondern derjenige, der sich auch verspotten ließe und sich auf die Seite der Schwachen und der Außenseiter stelle. Von daher begegne man in der Diakonie Gott täglich“, so der Oberkirchenrat. Bayer sprach im Anschluss von einer Mut machenden Botschaft, der in die Geschichte des Diakonievereins Martinsberg eingehen werde.

In einer allgemeinen Ansprache zur Arbeit der Diakonie in Deutschland ging Stockmeier auf viele Themen ein, die zum täglichen Brot seines Wirkens in Berlin gehören. Besonders beschäftige er sich dabei mit dem Thema der Pflege. „Der Fachkräftemangel wird noch massive Folgen haben“, wie Altersarmut, Mindestrente und Mindestlohn, die Aufnahme politischer Flüchtlinge aus Syrien oder moderne Familienpolitik, so Stockmeier. Er träfe sich im monatlichen Rhythmus sowohl mit der Bundeskanzlerin als auch mit dem Bundespräsidenten, sei mittendrin im politischen Berlin. Er nennt dies Lobbyarbeit, die im diakonischen Bereich enorm wichtig und notwendig ist.

1. Bürgermeister Stumpf bedankte sich in seinem Grußwort für den Besuch des Präsidenten der Diakonie Deutschland. „Ich würde mich freuen, wenn dieser Besuch Schule macht. Denn der ländliche Raum, in dem sich Naila befindet, existiert und die Menschen abseits der Metropolen haben auch das Recht, wahrgenommen zu werden“, so 1. Bürgermeister Frank Stumpf.

Stockmeier selbst nahm sich im Anschluss noch Zeit, um mit den Mitgliedern des Kuratoriums des Diakonievereins interne Gespräche zu führen.