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10.02.2020

Großes Interesse bei der Vorstellung des Dorfgemeinschaftshauses Marlesreuth

Am Donnerstag fand in Marlesreuth noch ein letzter Vorstellungstermin für das geplante Dorfgemeinschaftshaus statt. Etwa 70 interessierte Bürger fanden sich im Wanderheim des Frankenwaldvereins ein. Hier präsentierten die Architekten Karolin Köhler, Christoph Faltenbacher und Jürgen Bayreuther der Öffentlichkeit noch einmal die Pläne.

Die Fragen der Anwesenden konnten von 1. Bürgermeister Frank Stumpf zur vollsten Zufriedenheit beantwortet werden. Die Bürger fragten unter anderem, warum die Öffentlichkeit nicht von Anfang an eingebunden wurde. Der Bürgermeister erklärte daraufhin, dass im Vorfeld alle Vereinsvorsitzenden und Kirchenvertreter in das Projekt eingebunden wurden. Nach einer Bedarfserhebung bereits im Jahr 2018 wurden die Wünsche der Vereine an die Stadt gemeldet. „Die Bedürfnisse sind je nach Verein natürlich sehr unterschiedlich. Der eine Verein benötigt Räume für Ausschusssitzungen, der andere für Theateraufführungen, der andere für sportliche Aktivitäten und wieder andere für Musikproben. Es ist natürlich nicht einfach, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen“, erklärte 1. Bürgermeister Frank Stumpf. „Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten wurden wir dann beim Gebäude der Raiffeisenbank Marlesreuth fündig, das ist auch der zentralste Punkt in Marlesreuth“. Eine weitere Frage ging der Unterhaltung bzw. Bewirtung des Dorfgemeinschaftshauses nach.

Der 1. Bürgermeister erklärte, dass den Betrieb dieses Hauses die „Dorfgemeinschaft“, deshalb auch der Name, übernehmen muss. Harald Schuberth hat bereits eine Liste mit 33 Personen, die sich hierfür zur Verfügung stellen würden, erstellt. Spontan erklärte sich auch noch eine Anwesende bereit, auch dabei zu sein. Hierzu wird dann, auch aus rechtlichen Gründen, ein Verein gegründet. „Die Dorfgemeinschaft muss selbst dafür sorgen, dass diesem Haus Leben eingehaucht wird“, erklärte 1. Bürgermeister Frank Stumpf weiter. Ein weiterer Bürger fragte nach, ob es auch Lagerräume für Vereine geben soll. Hierzu stehen innerhalb des Gebäudes Räumlichkeiten für Tische und Stühle etc. zur Verfügung. Im Außenbereich wird es weitere Lagerräume in den beiden vorhandenen Garagen geben. Weiterhin kam die Frage nach der Platzzahl im Dorfgemeinschaftshaus auf. Der 1. Bürgermeister erklärte, es wird je nach Bestuhlung etwa 100 Plätze geben. Im Obergeschoss wird die Decke zu einer Galerie durchgebrochen, sodass im Erdgeschoss bei dieser Platzzahl auch noch Platz für eine Bühne, zum Beispiel für Theateraufführungen wäre. Im Vereinszimmer können auch Vorstandssitzungen abgehalten werden. Auch eine Küche wird es natürlich geben, die auch die Dorfgemeinschaft betreibt. Die Frage, wann mit der Einweihung zur rechnen ist, musste 1. Bürgermeister Frank Stumpf noch offen lassen. Die weiteren Schritte nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates sind jetzt, den Förderantrag beim Amt für Ländliche Entwicklung einzureichen und in den Haushaltsberatungen der Stadt Naila die entsprechenden Mittel einzustellen. Wenn die Bewilligung des Projektes durch das Amt für Ländliche Entwicklung vorliegt und alle anderen Parameter passen, sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

Harald Schuberth erklärte der Versammlung auch noch, dass das Dorfgemeinschaftshaus nicht nur für die Vereine, sondern eben auch für die Bürger zur Verfügung steht. So können dort dann natürlich auch private Feiern, wie Geburtstage, Silberhochzeiten oder Hochzeiten gefeiert werden, um nur einige zu nennen. Auch für Sportereignisse, wie Fussball WM/EM wäre es denkbar, dass sich die Dorfgemeinschaft dann hier trifft, um das Erlebnis auf einer Großbildleinwand gemeinsam zu erleben.

1. Bürgermeister Frank Stumpf erläuterte auch noch einmal, dass jetzt die einmalige Chance besteht, für die Dorfgemeinschaft in Marlesreuth ein solches Projekt umzusetzen. „Durch das Dorfgemeinschaftshaus soll ja gerade die Dorfgemeinschaft gefördert werden, möglichst an einem zentralen Punkt in der Dorfmitte“, erklärte er. Weiterhin erklärte er auch noch einmal, dass dieses Angebot nicht angenommen werden muss, dann wäre jetzt der Punkt, an dem man alles stoppen müsste. Dies wollte aber kein einziger der Anwesenden, ganz im Gegenteil, der Entwurfsplan der Architektengemeinschaft wurde als sehr gelungen befunden. Im Außenbereich soll es einen Biergarten und evtl. Hochbeete für den OGV geben, die Fenster sollen so zu öffnen sein, dass man quasi auch drinnen ein bisschen draußen sitzt. Im oberen Bereich soll das Gebäude frankenwaldtypisch mit Holz verkleidet werden, es wird auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Raiffeisenbank soll natürlich auch im Dorfgemeinschaftshaus ihre Heimat behalten, nur mit etwas verkleinerten Räumen. Stadtrat Rainer Ihde merkte auch noch an, dass dies jetzt auch eine Gelegenheit für die Personen ist, eine „Heimat“ zu finden, auch wenn sie sich keinem bestehenden Verein anschließen wollen, auch so wird die Dorfgemeinschaft gefördert. In drei Infoveranstaltungen gab es laut 1. Bürgermeister Frank Stumpf bis jetzt nur Zustimmung. Bei der letzten Veranstaltung am Donnerstag gab es am Schluss für die Planungen der Architektengemeinschaft und auch für das Engagement des Bürgermeisters und aller daran Beteiligten einen lang anhaltenden Applaus. Die Weichen sind somit gestellt, das Projekt Dorfgemeinschaftshaus in Marlesreuth mit einer Investitionssumme von mehr als 760.000 € wird gestartet.